zu Besuch bei Carlo Jösch (freie Arbeit)

Carlo Jösch traf ich persönlich auf einer Hochzeit, sein Atelier in der Mohrenstarsse allerdings fiel mir schon Jahre vorher auf.
Als ich die Idee hatte Menschen zu portraitieren, die ihren Beruf lieben und leben, war Carlo Jösch eine der Personen die ich unbedingt fotografieren wollte.
Dann stand er mir völlig überraschend, im Kilt, auf der Hochzeit gegenüber, und ich hatte nicht den Mut ihn anzusprechen.
Erst Monate später kam der Kontakt zustande, so war es mir endlich möglich Carlo Jösch einige Stunde in seinem Atelier fotografisch begleiten zu dürfen.

Geboren in Chile kam Carlo Jösch im Alter von drei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland. Er machte eine Ausbildung zum Industrieschneider. Studierte das 1. Semester Modedesiegn in Chile, bekam dann einen Studienplatz in Mönchengladbach und kam so wieder zurück nach Deutschland. Während des Studiums jobbte er bereits bei Cinque. Mit seiner Abschlussarbeit gewann er den Tony-Gard-Preis und Ende der 90er Jahre machte er sich selbstständig. Die Freundinnen seiner Mutter waren seine ersten Kunden. Es sprach sich langsam herum, was für ein wunderbarer Couturier er ist.
Zu seinen Referenzen gehören die Bühnenoutfits der Kölner Band Brings, er war zu Gast bei Jörg Pilawa, die Sunday Post Schottland schrieb über ihn und die Fachpresse betitelt ihn als einen der besten deutschen Maßschneider.

Ich kann sagen, dass ich Carlo Jösch höflich, feinfühlig und tiefgründig kennengelernt habe. Und hatte zwei wirklich ganz wunderbare Vormittage mit ihm, und konnte ganz viel aus unseren Gesprächen mitnehmen. Schön, dass ich ihn treffen und portraitieren durfte!